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Zahnbehandlung beim Pferd

Zahnbehandlung beim Pferd mit Zahnschema Pferd

Die Zahnbehandlung beim Pferd

Für die Gesundheit Ihres Pferdes ist die regelmäßige Kontrolle der Zähne sehr wichtig. Pferde zeigen Schmerzen meist erst, wenn diese schon überhand nehmen.

Die Pferde können noch sehr gut fressen, und sich nichts anmerken lassen und haben doch schon Probleme.

Regelmäßige Kontrollen sind auch deshalb wichtig, um zu sehen, in welchen Zeiträumen eine Zahnkontrolle durchgeführt werden sollte. Bekommt das Pferd z. B. schnell Haken, müssen die Abstände darauf ausgelegt werden.


Zahnschema

Symptome für schlechte Zähne:

Einige untypische Symptome sind z. B. glanzloses Fell, Probleme mit dem Immunsystem, Headshaking-Symptome, das Pferd kann kopfscheu und unrittig sein. Oft wird bei der Ursache nicht an die Zähne gedacht.

Typische Symptome für Zahnprobleme sind Futterreste in der Krippe (v. a. Heuwickel), Abmagerung, Schlundverstopfung oder Verstopfungskoliken.

Probleme beim  Abreißen von harten Sachen lassen auf Schneidezahnprobleme schließen. Gerötetes Zahnfleisch, Mundgeruch, stinkender Nasenausfluss, und Schwellungen im Gesicht machen auf eine Entzündung im Maul aufmerksam.

Pferde mit Zahnschmerzen wehren sich beim Reiten nicht nur gegen das Gebiss, sondern können sich auch aufgrund von Haken das Genick verwerfen.

 

Die Untersuchung und Behandlung

Bei der Untersuchung wird das Gebiss auf verschiedene Komponenten überprüft. Dazu gehören Haken und Spitzen an den Zähnen, sowie Fehlstellungen, Karies und Entzündungen.

Die Pferde sind bei der Behandlung im Normalfall sediert und haben deswegen wenig Stress. Während der Behandlung steht das Pferd und ist durch die Sedierung innerhalb von 1-2 Stunden wieder fit.

Solange die Behandlung dauert, muss das Pferd trotz der Sedierung ein Maulgatter tragen, um eine bestmögliche Behandlung, gute Sicht auf die Zähne und ein emöglichst geringes Verletzungsrisiko für das Pferd und den Tierarzt zu gewährleisten.

 

Haben sich Haken/Spitzen an den Pferdezähnen gebildet, müssen diese abgeraspelt werden. Haken entstehen bei Pferden durch die Mahlbewegung beim Kauen und die Abnutzung der Zähne durch diese Bewegung. Die Zähne eines Pferdes werden jährlich etwa 1 – 3 mm aus dem Zahnfach herausgeschoben. Da die Abnutzung aber schneller ist, werden Pferdezähne im Laufe des Lebens immer kürzer.

Der Oberkiefer und der Unterkiefer stehen bei Pferden nicht genau übereinander, da der Oberkiefer breiter als der Unterkiefer ist. Pferde die viel Getreide fressen, mahlen weniger und in kleineren Kaubewegungen, die auf längere Sicht zu Haken führen können. Pferde, die viel Raufutter wie Heu und Stroh fressen, mahlen die Backenzähne in großen, langen Kaubewegungen, was weniger schnell Haken verursacht.

Es wird auch untersucht, ob die Backenzähne länger sind, als  die Schneidezähne. Ist dem so, müssen die Schneidezähne ein wenig gekürzt werden, sodass die Schneidezähne wieder zu den Backenzähnen passen.

Der Tierarzt entfernt, wenn vorhanden, übermäßigen Zahnstein und kontrolliert, ob das Tier einen Kariesbefall hat. Außerdem wird nachgeschaut, ob in der Maulhöhle Verletzungen oder Entzündungen bestehen.

Eine Vollnarkose wird bei einer Zahnbehandlung extrem selten eingesetzt, da jede Vollnarkose immer ein Risiko für das Pferd bedeutet und es sich beim Aufwachen verletzen könnte. Ist eine schmerzhafte Zahnbehandlung zu machen, wird das Tier sediert und man kann die betroffene Stelle noch lokal betäuben.

 

Die häufigsten Zahnprobleme beim Pferd sind:

 

 

  1. Unregelmäßige/falsche Abnutzung

Es können sich extrem scharfe Kanten (Haken) an den Backenzähnen bilden, die der Zunge und auch der Backenschleimhaut Wunden zufügen können.

Außerdem können sich die Backenzähne schneller abnutzen als die Schneidezähne und können somit kürzer werden. Das Pferd muss daher mit großem Druck kauen. Das kann zu Schmerzen am Kiefergelenk und Schneidezähnen führen.

Das Scherengebiss ist eine Fehlstellung (seltener) bei der die Kaufläche der Zähne durch falsches Kauen abgeschrägt wird. Dazu gehören auch noch das Wellen- oder Treppengebiss (verschiedene Zahnlängen) und das Kopper- oder Wetzergebiss (das Pferd wetzt sich die Zähne an einem harten Gegenstand z. B. einer Eisenstanmge).


Wellen- und Stufenbildung

  1. Wolfszähne

Sie sind für den Kauvorgang ohne Bedeutung.

Wenn sie im ersten Lebensjahr eines Pferdes vor dem ersten Backenzahn wachsen, können sie den Platz für das restliche Gebiss verengen. Wolfszähne haben weder Nerven, noch Wurzeln und werden meist recht früh gezogen, um den restliche Zähnen Platz zu geben. Brechen die Wolfszähne nicht durch und führen zu Problemen, müssen sie operativ entfernt werden.

  1. Entzündungen

Durch Verletzungen an einem Zahn des Pferdes können Bakterien eine Entzündung verursachen. Diese Entzündung führt zu Zahnfleischrückgang, der Zahn lockert sich nach einiger Zeit und muss entfernt werden. Bleibt eine Entzündung des Zahnes unentdeckt, kann es zu Eiterfisteln und Schwellungen im Unterkiefer kommen oder die Fistel bricht in die Nasenhöhle durch und äußert sich mit eitrigem Nasenausfluss.

  1. Zahnstein und Karies

Zahnstein ist ein idealer Nährboden für Bakterien und sollte in regelmäßigen Abständen manuell entfernt werden. Karies wird beim Pferd durch den natürlichen Abrieb der Zähne praktisch selbst entfernt. Entsteht jedoch eine starke Schädigung durch Karies, muss der betroffene Zahn gezogen werden.

Unsere Empfehlung für Sie: Lassen Sie einmal jährlich die Zähne Ihres Pferdes durch unsere Tierärzte kontrollieren. So vermeiden Sie, dass zu starke Korrekturen nötig sind und die Futterverwertung Ihres Pferdes bestmöglich unterstützt wird. Im Zuge des jährlichen Gesundheitschecks wäre diese Leistung bereits enthalten und Sie hätten alles getan was an notwendiger Vorsorge für die Gesundheit und Wohl Ihres Pferdes wichtig ist.

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