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Diabetes mellitus bei Tieren

Im folgenden Artikel informieren wir u.a. über die Behandlungsmöglichkeiten von Diabetes mellitus bei Tieren.

Diabetes mellitus

Diabetes auch Zuckerkrankheit genannt, entsteht aus einem Mangel an Insulin, das den Blutzuckerspiegel im Körper senkt.

Dauerhaft erhöhte Glukosewerte (Überzucker) können zu lebensbedrohlichen Stoffwechselentgleisungen (diabetische Ketoazidose), grauem Star, Leberverfettung oder selten auch zu einer Nervenerkrankung führen.

Zu niedrige Glukosewerte (Unterzucker) sind ebenfalls gefährlich für den Patienten. Symptome sind Schwäche, Lethargie und Krämpfe. Sowohl Über- als auch Unterzucker können unbehandelt zum Tod führen. Die Symptome einer Zuckerkrankheit sind klassischerweise vermehrtes Trinken und Absatz großer Urinmengen, Gewichtsverlust trotz guter Futteraufnahme und ein stumpfes, schuppiges Fell.

Therapie

Die Therapie besteht in der Gabe eines Insulinpräparates (meist Caninsulin oder ProZincinsulin bei der Katze) und Fütterung eines Diabetikerfutters. Unter der Behandlung sollten sich die oben genannten Symptome bessern und im Optimalfall sogar verschwinden. Als erster Schritt muss die ideale Insulindosis für ihr Tier ermittelt werden. Zu Beginn der Therapie wird eine feste Dosis Insulin gegeben und regelmäßig kontrolliert, wie sich der Blutzuckerspiegel Ihres Tieres einpendelt. Caninsulin muss regelmäßig und meist lebenslang alle 12 Stunden unter die Haut (subcutan/s.c.) gespritzt werden.

Handhabung des Insulins:

Insulin sollte im Kühlschrank gelagert werden. Vor dem Aufziehen der Insulinspritze soll das Insulinfläschchen etwa 20 mal zwischen den Händen hin-und hergerollt werden, nicht schütteln!!!, damit sich der Inhalt gründlich durchmischt. Sollte sich ein Bodensatz bilden oder das Insulin trüb werden, kann es durch Schütteln wieder vollständig gelöst werden. Gespritzt wird unter die Haut (subcutan), das heißt. Eine Hautfalte wird hierfür zu einem „Zelt“angehoben. Die Injektion erfolgt nie senkrecht, sondern parallel zum Tier in einem flachen Winkel durch die „Zelttür“. Man muss hierbei aufpassen, dass man nicht quer durch die Hautfalte hindurchspritzt. Daher sollte die Injektion in Längsrichtung und nicht quer unter die Hautfalte erfolgen. Sollte das Fell nach der Injektion nass sein, wurde versehentlich durch die Falte hindurchgespritzt. In diesem Fall gilt eine eiserne Regel: NIE nachspritzen! Da man nicht weiß, wieviel Insulin in den Körper gelangt ist, könnte durch das Nachspritzen eine Unterzuckerung entstehen, die gefährlicher ist als ein kurzfristig zu hoher Zuckerwert. Man wartet daher bis zur nächsten Gabe 12 Stunden später und spritzt dann die normale Dosis. Auch eine Injektion in, statt unter die Haut muss vermieden werden.

Insulindosierung:

Hunde und Katzen werden 2 x täglich direkt vor oder während der Insulin-Injektion gefüttert. Katzen sollten immer Futter zur freien Verfügung haben, möglichst die exakt gleiche Menge täglich. Wenn ihre Katze immer sofort ihre gesamte Portion auffressen möchte, füttern Sie bitte mehrere kleine Zwischenmahlzeiten, am besten mit Animation zur Bewegung (z.B. durch Werfen von Trockenfutter). Sollte ihr Tier die Futteraufnahme verweigern, spritzen Sie bitte nur die halbe Anzahl an Einheiten Insulin und stellen anschließend das Futter weg. Bei reduziertem Allgemeinbefinden oder verändertem Verhalten messen Sie den Blutzucker zu Hause oder beim Tierarzt. Falls dies nicht möglich ist, geben Sie 5-10 ml Zuckerlösung oder Honig ins Maul. Wenn sich das Allgemeinbefinden hierdurch nicht merklich bessert, stellen Sie Ihr Tier bitte umgehend beim Tierarzt vor. Sollten während der Therapie weiterhin vermehrtes Trinken oder vermehrter Harnabsatz auffällig sein, melden Sie sich bitte bei uns. Sie sollten auf keinen Fall eigenständig die Insulindosis verändern! Blutzuckermessung

Zur Kontrolle der Blutzuckerschwankungen, die innerhalb eines Tages auftreten, ist es sinnvoll, in regelmäßigen Abständen ein Blutzuckertagesprofil anzufertigen. Hierzu wird über den ganzen Tag bis zum späten Abend alle 2 Stunden der Glucosewert bestimmt.

Bei Tieren die in der Praxis unter zu großem Stress leiden, v.a Katzen können Abweichungen in der Therapie nötig sein.

Aus diesen Messwerten können wir dann die perfekte Dosis für ihr Tier ermitteln. Zur Blutzuckermessung eignen sich Blutzuckermessgeräte aus Apotheken oder Drogeriemärkten (z.B. Contur der Firma Bayer) mit zugehörigen Stechhilfen. Wir zeigen Ihnen gerne den Umgang mit dem Blutzuckermessgerät und der Stechhilfe und besprechen, welche Werte optimal sind.

 

Langzeitüberwachung

Der erste reguläre Kontrolltermin bei uns sollte 10-14 Tage nach der initialen Insulineinstellung erfolgen. Nach erfolgreicher Dosiseinstellung sollte bei ihrem Tier alle 3-6 Monate eine Routineuntersuchung durchgeführt werden. Durch sorgfältige Überwachung und Kontrolle können die mit Diabetes verbundenen chronischen Probleme eingeschränkt und eine gute Lebensqualität erhalten werden. Sollten Sie jedoch erneut Symptome beobachten oder die vorhandenen Symptome stärker werden, wenden Sie sich bitte umgehend an uns.

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