Ihr Hund beim Tierarzt - Einige nützliche Hinweise

Fremde Gerüche und fremde Geräusche - Irritationen für den Hund

Die Hunde selbst können schon aufgrund der neuen unbekannten Umgebung der neue Gerüche (vor allem von vielen anderen Hunden) schon sehr nervös sein. Da hilft es, wenn das Frauchen oder Herrchen die eigene Nervosität in den Griff bekommt. Daher sollten Sie sich auf den Tierarztbesuch gut vorbereiten. Am besten schon bei den ersten Routineuntersuchungen, dann fällt es Ihnen und Ihrem Hund im Ernstfall leichter. Vertrauen Sie darauf, dass Ihr Hund bei uns in besten Händen ist.

Impfpass und wichtige Unterlagen für den Tierarztbesuch

Ein bisschen Organisation und Bürokratie ist schon notwendig. Der Tierarzt sollte so viel wie möglich über die Vorgeschichte des Hundes kennen. Nehmen Sie  deshalb den Impfpass und alle in Ihrem Besitz befindlichen medizinischen Dokumente mit. Wann haben Sie Ihren Hund zuletzt entwurmt und mit welchem Mittel? Falls der Hund andere Medikamente einnimmt, nehmen Sie diese mit oder notieren Sie sich den Namen.

Auch beim Tierarztbesuch wichtig: die richtige Erziehung

Eine gute Erziehung ist eine solide Vorbereitung. Wichtig ist, dass sich das Tier überall anfassen lässt. Pfoten, das Maul, die Ohren und die Augenpartie sind für den Hund empfindliche Stellen. Streicheln Sie diese Körperteile bei jeder Gelegenheit um das Tier an diese Berührungen zu gewöhnen. Auch das gelegentliche sanfte Öffnen des Mauls ist eine gute Vorbereitung. Hundewelpen sollten sie ans Zähneputzen gewöhnt haben. Wir zeigen Ihnen gerne, wie Sie das am besten machen.

Gegenseitiges "Beschnuppern" hilft

Sobald Sie einen Hund bekommen oder dieser den Tierarzt wechselt, sollte sich dieser so bald wie möglich bei uns vorstellen. Bei der Erstuntersuchung lernen wir uns gegenseitig kennen. Darüber hinaus bekommen Sie schnell eine Rückmeldung über den Gesundheitszustand des Hundes. Eine regelmäßige Impfung und Entwurmung der Hundewelpen ist ohnedies notwendig.

Das erste Kennenlernen des neuen Familienmitglieds beim Tierarzt hat viele Vorteile. Wenn dieser erste Kontakt zwanglos und nicht durch einen Notfall erfolgt, kann man das Kennenlernen positiv gestalten. Leckerchen, viele Streicheleinheiten und die Erfahrung, dass die Untersuchung nicht weh tut, sind für den Hund wichtige Erkenntnisse und nehmen ihm die Angst. Nutzen Sie selbst den Besuch und fragen Sie uns zur optimalen Haltung und Fütterung. Außerdem geben wir Ihnen wichtige Hinweise, was im Falle eines Notfalls zu unternehmen ist.

Hunde brauchen kein Mitleid beim Tierarzt.

Mitleid beim Tierarzt verschlimmert die Situation. Ihr Hund nimmt Ihre Stimmungen sehr feinfühlig wahr. Sobald Sie Ihrem Hund vormachen, dass er ganz arm dran ist, und dass es ihm ganz schlecht geht, wird er es glauben. Denn fängt das Winseln und Jammern erst an. Sie dürfen Mitleid haben, versuchen Sie es aber nicht zu zeigen. Zeigen Sie ihm, dass Sie ganz stolz auf ihn sind.

Trainieren Sie Geduld - die eigene!

Hunde sind keine Maschinen. In der Tierarztpraxis passieren immer wieder unvorhergesehene Dinge, die bewältigt werden müssen. Bleiben Sie geduldig auch wenn es mal etwas länger dauert. Vertrauen sie darauf, dass wir unser Möglichstes unternehmen Ihrem Hund schnell und gut zu helfen. Schließlich möchten Sie sicher auch, dass wir uns die nötige Zeit für Ihren Hund nehmen und wir ihn nicht husch, husch abfertigen.

Vorbehandlungen ändern das Krankheitsbild 

Warten Sie aber nicht zu lange mit dem Tierarztbesuch, wenn Ihr Tier Probleme hat. Denn je weiter fortgeschritten eine Krankheit ist, desto aufwendiger ist in der Regel auch ihre Behandlung und desto teurer wird sie schließlich. Präzise Angaben zur Krankheit und zur Vorgeschichte Ihres Tieres erleichtern dem Tierarzt die Diagnose. Sagen Sie ihm, seit wann das Problem besteht, welche anderen Symptome Ihnen aufgefallen sind und ob das Tier vorbehandelt ist, sei es von einem anderen Tierarzt, sei es in Eigenregie. Ehrlichkeit ist Trumpf, denn jede Vorbehandlung verfälscht das Krankheitsbild und führt Ihren Tierarzt auf eine falsche Fährte.

Termine vorab vereinbaren 

Auch ein Tierarzt hat mal Feierabend und eigentlich ist es selbstverständlich, dass man sich an die Sprechzeiten hält. In Sonderfällen, wenn Sie z. B. ein extrem ängstliches Tier haben, sind die meisten Tierärzte bereit, Termine zu vergeben. Im Notfall wird sich auch am Wochenende kein Tierarzt weigern, Ihr Tier zu behandeln. Aber vergewissern Sie sich vorher, ob die Praxis auch besetzt ist, sonst fahren Sie womöglich umsonst hin.